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Abschied von Tia!

2016.09.02

Liebe Tia, du hattest keinen Glücksstern, aber wir glauben daran, dass du nun als heller Stern am Himmel leuchtest!

Es tut so weh, dass es schwer ist irgendetwas zu sagen. Als wir Dich das erste Mal auf Fotos erblickten, wie Du verzweifelt im Schlamm, inmitten Deiner eigenen Fäkalien dastandst, mit einer schweren Kette an Deinem Hals, den unvorstellbar großen Tumoren an Deinem Körper, während all Deine Knochen hervorstanden und fast durch Deine Haut und dein schmutziges, glanzloses Fell stachen, wussten wir sofort, dass unser Schicksal miteinander verbunden sein würde. Wir wussten, dass wir Dir helfen mussten, Dir helfen wollten!

Die Kette, die dich ein Jahrzehnt lang eisern gefangen hielt und welche mit einer Zange abgeschnitten werden musste, weil keine Öffnungsmöglichkeit vorhanden war, wurde Dir abgenommen. Du kamst an, mit traurigen Augen, müde, herabhängendem Schwanz, sahst uns in die Augen und gabst uns Deine Seele, Dein Leben, Dein Vertrauen. Fast schnurrend hast Du dich an uns geschmiegt, mit zittrigen Beinen aber von der Sehnsucht nach Liebe und einer Umarmung getrieben.

Wir begannen dich langsam und vorsichtig zu ernähren, zu heilen. Wir waren im Wettlauf mit der Zeit, mit der Krankheit. Du aber hast vertraut, gekämpft und wolltest gesundwerden. Es kamen Operationen, Schwierigkeiten, aber Deine Augen glänzten wieder, Dein Schwanz wedelte wieder. Nur eine Sache änderte sich nicht, Deine Verschmustheit, das Schnurren und die Umarmung.

Wir lasen die ernüchternden Laborbefunde, die vorsichtigen Prognosen der Tierärzte. Aber Dir ging es gut, deshalb glaubten und hofften wir, dass wir Dir nach 10 qualvollen Jahren an der Kette, noch ein paar glückliche Jahre in einer Familie sichern könnten.

Leider hat es nicht geklappt und obwohl unglaublich viele Menschen Deine Genesung unterstützt haben, sich gesorgt und gehofft haben, sich immer wieder nach Dir erkundigten, so kam doch keiner, der Dich haben wollte… Bis vor einigen Wochen, als uns aus der Ferne eine Anfrage erreichte und damit stieg die Hoffnung. Wir fertigten mehrere Videos von Dir, alberten herum und zeigten stolz, was für ein schöner und wunderbarer Hund Du bist!

Aber die Krankheit schlich sich hinterlistig und von außen unsichtbar wieder an und startete völlig unerwartet einen neuen Angriff so, dass wir dich ebenso plötzlich und unerwartet verloren, wie Du in unser Leben geplatzt bist! Du konntest nicht mehr auf Dein Frauchen warten, du durftest nie erfahren wie es ist, als glücklicher Hund in einer Familie zu leben. Du durftest nicht erleben, wie es ist jeden Abend unter den streichelnden Händen Deines Menschen einzuschlafen und am Morgen als erstes in das Gesicht des Menschen zu blicken, für den Du Dein Leben geben würdest. Du konntest nicht erfahren, wie es ist, wenn das Bett nur Dir gehört, Du Dein Futter nicht vor Anderen zu verteidigen oder zu teilen brauchst, wie es ist, wenn Dein mutiges Herz nur für einen Menschen schlägt und Du dessen Haus hüten darfst. Du wirst nie erfahren, wie es ist, einen eigenen Menschen zu haben …

Wir werden Dich nie vergessen, wir haben dich vom ersten Moment des Kennenlernens bis zum letzten Atemzug geliebt und werden Dich immer lieben…

Kein einziger Hund sollte in einem Tierheim sterben!

NOAH Tierheim Ungarn Team