Erneut haben die Tierschützer sich zusammengeschlossen und konnten dadurch 20 Hunde retten!
Diesmal geriet ein Animalhorder im 19. Bezirk von Budapest in den Fokus. Wir erhielten eine Meldung und eine fürchterlich aufwühlende Filmaufnahme aus dem Hof des Betroffenen. In dieser Aufnahme sah man, wie ca. 15-20 Hunde inmitten von Müll und Dreck einen ihrer Gefährten zerfetzten.
Auf Initiative der Kispesti Állatvédelmi Járőrszolgálat nahmen wir sofort Kontakt zum Notar des Bezirkes, als erstinstanzliche Tierschutzbehörde, um eine Lösung für diese Situation zu finden.
Nachdem alles im Voraus geplant und organisiert wurde, trafen am Montagmorgen 8 Tierschutzorganisationen mit den Behörden und der Polizei vor Ort ein. Das Herrchen war im Prinzip kooperativ, nicht so seine Hunde, die uns im Rudel angriffen.
Der gesamte Bestand ist aus Inzucht entstanden, es sind alles nicht sozialisierte, ungepflegte, teilweise abgemagerte Hunde, die nicht gechipt und auch nicht geimpft sind und auch sonst keinerlei tierärztliche Versorgung genossen haben.
Die Berge von aufgehäuftem Müll, Schutt, Fäkalien erschwerten das Einfangen der Hunde noch mehr. Schließlich gelang es jedoch alle 20 vorhandenen Hunde einzufangen und in Transportboxen zu sichern.
Noch an Ort und Stelle wurden die Hunde tierärztlich begutachtet und mit Mikrochips gekennzeichnet. Bis auf zwei Hunde hat der Halter das Eigentumsrecht an allen Hunden abgetreten, die zwei wurden jedoch bis Abschluss des Verfahrens ebenfalls bei Tierschutzorganisationen untergebracht.
Schon wieder steht ein entgleistes Leben, eine menschliche Tragödie im Hintergrund eines Tierschutzproblemfalles. Das zwanghafte Horten von Dingen ist heutzutage ein bekanntes psychologisches Krankheitsbild. Die ganze Immobilie ist ihrem aktuellen Zustand weder für Menschen noch für Tiere bewohnbar.
Die Hunde sind in Sicherheit. Dem in Not geratenen Menschen versucht nun die Gemeinde eine helfende Hand zu reichen, aber dafür muss auch er bereits sein die Hilfe anzunehmen.
Seit Montag beschäftigt uns der Gedanke, dass dieser Zustand im Laufe von Jahren entstanden sein muss. Wie viele Menschen haben wohl den Blick abgewendet und gedacht, dass dies nicht ihr Problem sei...
Die körperliche und seelische Rehabilitation der Hunde bei den verschiedenen Tierschutzorganisationen hat begonnen. Es handelt sich um kleinwüchsige, sehr hübsche Hunde, die jedoch noch nichts von der Außenwelt gesehen haben, nur ihr Herrchen.
Wir haben das Zwangsrudel nun aufgelöst, denn dort mussten sie in jeder Sekunde um ihr Leben bangen und ggf. kämpfen. Für 20 kleine Hundeseelchen beginnt nun ein neues LEBEN.
Bitte unterstützt die an der Rettung beteiligten Orgainsationen dabei, für die Tierarztkosten dieser Hunde aufzukommen und später ein liebevolles, erfahrenes Zuhause für die Fellnasen zu finden.
Wir danken der Selbstverwaltung des 19. Bezirkes von Budapest für die effiziente, fachgerechte und verantwortungsvolle Vorgehensweise!
Die Organisationen, die erneut in vorbildlicher Zusammenarbeit gezeigt haben, dass wir gemeinsam stärker sind:
Bogáncs Kutya- és Kisállatotthon Alapítvány, Esztergom
Ebremény Kutyavédő Egyesület
Kismaszat Állatmentő Egyesület Állatvédelmi Járőrszolgálat Kispest
Lelenc Kutyamentő Egyesület
Noé Állatotthon Alapítvány
Rex Kutyaotthon Alapítvány
Viru Védencei



