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Thimba, seit 8 Jahren glücklich in Deutschland!

2016.12.13

Vor ca. 8 Jahren wurde Thimba aus dem NOAH Tierheim Ungarn nach Deutschland vermittelt. Durch Zufall kamen wir jetzt wieder in Kontakt mit der Familie und erhielten einen herzerwärmenden Bericht darüber, wie es unserem ehemaligen Schützling seither ergangen ist. 

"Die Liebe zum Ridgeback keimte bei mir schon länger. Ich hatte mehrere Bücher gelesen und mich informiert über diese doch nicht ganz einfache Rasse. Gut, wir waren keine „Hundeanfänger“, aber ein Ritchie bedeutete doch noch mal etwas Anderes.

Vollkommen klar war, dass es ein Hund aus dem Tierschutz werden wird, genau wie unser Ersthund Rocky (geboren 2005), der 2006 von uns aus dem Tierheim adoptiert wurde.

Anlaufstelle für unseren Wunsch war die Internetseite „Ridgeback in Not“.

Wir besuchten dann auch 4 andere Hunde in Deutschland, aber irgendwie sprang der Funke nicht über…..entweder die Besitzer waren komisch oder bei den Hunden stimmte die Chemie mit uns nicht.

Nun – übrig bliebt aus unserer Wahl Thimba. Unter dessen Bild stand damals „er ist nicht der Schönste seiner Rasse……“ und eigentlich wussten wir dann schon : Das ist unser Hund. Aber Adoption ohne Kennen lernen, aus Ungarn und ohne Kenntnis seiner Vorgeschichte ???

Es war schließlich mein Mann, der sagte, wir machen das und nach Erledigen aller Formalitäten, war der große Tag da…….Abholung von Thimba auf einer Raststätte bei Würzburg !

Ich erinnere mich noch ganz genau an die wilde Diskussion „ Transportbox oder nicht Transportbox“…..Ich war dafür, mein Mann dagegen. Er war der Meinung, unser Rocky wäre ein extrem gut sozialisierter, junger Hund, der den Fremden auch noch auf neutralem Boden trifft……gut, keine Transportbox – aber mulmig war mir schon ! Zwei sich fremde Rüden, im offenen Kombi und das 300 km von zu Hause weg…..

Und da stand er dann, dünn, knochig, geduckt, mit seinen (für ihn typischen nach innen gedrehten Füßen), den Schwanz bis an die Brust – das sollte ein stolzer Ridgeback sein ?

Auf der anderen Seite eroberte er dadurch sofort unser Herz. Ein Leckerlie, vorsichtiges Kraulen, leise Stimme……..und Thimba gehörte zu uns. Jetzt noch die Sache mit Rocky –

Rocky ging aufrecht auf Thimba zu, wedelte, machte kurz „Wuff“ und die Angelegenheit war für ihn geregelt.

Rocky ist bis heute „Chef“ geblieben und, obwohl ihn Thimba von Größe und Gewicht her, beherrschen könnte, hat unser Ungar bis heute die Rangordnung nicht einmal angezweifelt. Die Hunde haben sich nicht einmal ernsthaft gestritten, bis zum heutigen Tag blieb alles friedlich.

Schnell stellte sich aber heraus, dass Thimba nicht bereit war, beim Gassi gehen oder auch im Auto sitzend, fremde Hunde in seine Nähe (am Anfang waren das 80-100 m !!!!) zu lassen, ohne völlig auszurasten. Vor allem kleine, weiße Hunde waren sein erklärtes Feindbild !
Nach jahrlangem Training und Dank einer, auch heute immer noch mitgetragenen Wasserspritzflasche, hat sich das entscheidend verbessert. Mittlerweile ist es sogar möglich mit Beiden die sonntägliche Spielstunde zu besuchen. Thimba wird nie der Entertainer und everbody’s darling sein, aber er hat gelernt, andere Hunde zu ignorieren und mehr verlange ich von ihm auch nicht.

Nach wie vor hasst er alles, was mit Wasser zu tun hat, nasse Füße am Strand oder beim Gassi gehen, Regen und Kälte (so albern es auch aussieht, Thimba trägt im norddeutschen Winter einen Thermomantel), er ist ein Futterinhalator (hat mittlerweile einen Antischlingnapf) und für Leckerlie tut er alles – typisch Ridgback !

Dafür liebt er ausgedehnte Sonnenbäder, ein kuschliges Plätzchen vor dem brennenden Kamin (manchmal haben wir wirklich die Befürchtung, er wird gekocht !), extreme Knuddelattacken von seiner Familie (er ist übrigens ein ausgesprochener Mamahund) und sein Rudel bedeutet im alles.

Wir können uns ein Leben ohne diesen Schmusehund, der dennoch ein ausgeprägtes Wachpotential hat (viel mehr als sein verspielter Clownkumpel), nicht vorstellen und haben Angst vor dem Tag, an dem er nicht mehr bei uns ist.

Ich bin stolz darauf, dass mir meine Tierärztin bestätigt hat, dass beide Hunde den Eindruck erwecken, als wären sie mindestens 2 Jahre jünger, als sie es laut Pass sind und ich hoffe, dass wir noch viel Zeit miteinander verbringen dürfen.

Es war und ist sicherlich viel Arbeit und beansprucht eine Menge Zeit, aber ich bereue keine Minute.

Susanne mit Thimba und Rocky (Mama Husky-Papa Ridgeback)"

Vielen Dank liebe Susanne, für diesen wunderschönen Bericht über Thimba! Wir sind so glücklich, dass es ihm gut geht und wünschen Euch noch viele glückliche gemeinsame Jahre!

Euer NOAH Tierheim Ungarn Team